Schlank gleich Gesund?

Copyright Titelbild: Julia Caesar / Unsplash.com

 

Hast Du auch oft diejenigen beneidet, die scheinbar ohne Mühen schlank sind und vor allem bleiben?

Ich auch.

Und soll ich dir etwas sagen? Wir beide liegen falsch. Ich werde dir nämlich erzählen, warum wir es besser haben, als die, die schon immer schlank waren.

Dadurch, dass unsere Gesellschaft gesunde Ernährung und Bewegung nur mit Gewichtsabnahme verbindet und nicht der Gesundheit, kommt es bei diesen Menschen sehr oft vor, dass sie ihren Körper wie eine Müllhalde behandeln. Ich meine, sie müssen ja nicht auf ihr Gewicht achten, oder?

Wo wir schon bei dem Problem wären:

 

Schlank sein bedeutet nicht gesund sein!

 

Wenn Du dir deine Figur hart erarbeiten musstest, dann weißt Du sie auch besser zu schätzen und bist bereit, mehr Zeit und Schweiß in gesundes Essen und ausreichend Bewegung zu investieren, als jemand, der sie schon immer hatte.

Das ist dir im Grunde aber egal? Du möchtest einfach schlank sein und alles mögliche essen können, egal welche Folgen das haben kann? Wenn ja, dann hast Du nicht wirklich über diese Aussage nachgedacht oder aber dein Problem liegt auf einer ganz anderen Baustelle….

Hast Du gewusst, dass man den zweiten Typen von Diabetes (Altersdiabetes) in den mit Übergewicht (2b) und denjenigen ohne Übergewicht (2a) einteilen kann?

Du musst also nicht übergewichtig sein, um an Diabetes zu erkranken. Tatsächlich sind ca. 20 % der Erkrankten normalgewichtig (bekanntes Beispiel: Halle Berry). Bei schlanken Menschen kommt noch hinzu, dass dieser auch viel später entdeckt wird, weil diese im Normalfall nicht darauf untersucht werden, bis es starke Symptome zeigt.

 

Doch was passiert bei diesem Typ 2 Diabetes genau?

Unsere Zellen werden hierbei immer unempfindlicher gegen Insulin, bis sie schließlich gar nicht mehr darauf reagieren und somit unser Blutzuckerspiegel ansteigt. Um dem entgegen zu wirken, produziert unsere Bauchspeicheldrüse eine Weile lang mehr Insulin. Nach einiger Zeit ist diese Fähigkeit jedoch erschöpft und unser Blutzuckerspiegel steigt und steigt.

Deswegen kann man im Anfangsstadium noch mit gesunder Ernährung und Sport gegensteuern, aber irgendwann ist es dann zu spät.

 

Also…

Jetzt weißt Du, warum ich in meinen Artikeln immer von gesund sein spreche, zwar oft auch von schlank sein, aber ich lege meinen Fokus klar auf die Gesundheit. Ein allein schlanker Körper führt noch nicht dazu, dass Du lange und beschwerdenlos leben kannst. Ein gesunder schon.

Dieser ist dann im Normalfall auch normalgewichtig.

 

Meine Erfahrung

 

Diese Assoziation von gesundem Essen und abnehmen bekomme ich an meiner eigenen Haut zu spüren:

Ich habe meine Ernährung in der letzten Zeit umgestellt. Ich kaufe vorwiegend frische Produkte ein und koche auch entsprechend frisch. Ich verzichte auf Zucker in meinem Kaffee und Tee (Softdrinks gönne ich mir trotzdem hin und wieder). Und mit meinen Fitnessübungen habe ich auch wieder angefangen.

 

Die Reaktionen darauf?

 

  • „Willst Du etwa abnehmen?!“
  • „Iss mal wieder etwas!“
  • manchmal auch nur der entsprechende Blick

 

Die erhofften Reaktionen wären gewesen, dass einige sich vielleicht ein Beispiel daran nehmen und auch mehr auf ihren Körper achten.

Vielleicht tun sie es auch, wollen es aber nicht an die große Glocke hängen.

 

Ich habe Angst

 

Eines muss ich dir an dieser Stelle nämlich anvertrauen: Ich habe Angst. Angst davor, aufgrund meiner eigenen Dummheit an einer Krankheit zu erkranken, die meine Lebensqualität erheblich einschränkt. In unseren Industrieländern gibt es mehr als genug, die ich aufzählen könnte. Genug, die deswegen ausgelöst werden, weil Menschen entweder zu viel, zu wenig oder das Falsche essen und Bewegung nicht einmal buchstabieren können.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Klar gibt es Schicksalsschläge, an denen keiner Schuld ist.
Aber an deiner Lebensweise vermutlich schon, oder?

 

Im Englischen gibt es den Spruch:

„An apple a day, keeps the doctor away.“

 

Ich weiß nicht, ob dieser Apfel alles ausbügelt, aber der Ansatz ist ja schon einmal nett. Ersetze den Apfel durch allgemein gesunde Ernährung und wir kommen der Sache sicher schon näher.

 

Du bist noch immer nicht ganz überzeugt?

 

Für dich ist es immer noch das Größte, alles zu essen, ohne zuzunehmen?

Überleg es dir genau, wie Du deine Prioritäten legst.

Viele Dinge sind für uns noch zu weit weg, oder abstrakt, als das wir uns etwas darunter vorstellen können. Ich müsste mir auch keine Gedanken darüber machen. Mit einem BMI im normalen Bereich und einem guten Körperfettanteil, brauche ich eigentlich nur so weiter zu machen. Da ich aber weiß, dass ich mehr machen kann, versuche ich, dass ich nach und nach so lebe, dass ich Gesundes Essen, Bewegung und Lebensqualität im Einklang bringe.

Ich bin schließlich auch nicht perfekt. Zum Sport muss ich mich selber oft noch motivieren, ich gehe auch mal gerne (richtig) feiern und wenn es wieder Rigatoni al Forno vom Italiener-Lieferdienst heißt, bin ich dabei!

Wieso es mich aber nicht aus der Bahn wirft? Warum ich am nächsten Tag meinen Plan weiter verfolge, als wäre nichts gewesen? Weil ich meinen Blickwinkel geändert habe!

Ich schaue nicht mehr auf diese einzelnen „Sünden„, sondern sehe, dass sich meine Lebensqualität allgemein allmählich steigert, dass ich immer gesünder lebe und auch bessere Laune habe. Ich denke nicht mehr Dinge, wie „Jetzt ist es auch egal, da brauche ich mich jetzt nicht weiter bemühen“ oder „Diese 10 Treppen machen jetzt auch nicht den Unterschied“.

Doch brauch ich! Doch tun sie! Auf lange Sicht gesehen.

So habe ich es geschafft, jeden Tag ein bisschen zufriedener mit mir zu sein.

Das hilft mir, mein Leben weiterhin so „diszipliniert“ zu leben, dass ich das alles von mir sagen kann. Wobei ich es nicht diszipliniert nennen würde. Es ist nicht diszipliniert, wenn ich weiß wofür ich das tue:

 

FÜR MICH. FÜR MEINE GESUNDHEIT. FÜR MEIN LEBEN.

 

Also vergiss nicht, Du hast nur einen Körper, nur eine Gesundheit. Schlankphasen gibt es viele. Aber nur die Gesundheit ist die echte, die richtige, die dich vollständig erfüllt. Auch wenn diese hin und wieder angeschlagen ist, erst wenn man aus dieser „Angeschlagenheit“ nicht mehr herauskommt, lernen viele sie zu schätzen.

Lerne Du es gleich!

Es ist, wie ich oben bereits gesagt habe, nicht so, dass Schlank gleich Gesund heißt!

In diesem Sinne, tu dir den Gefallen und denk nochmal über deine Sichtweisen nach.

 

Deine Antonela

 

Du erkennst dich in manchen Situationen wieder? Erzähl sie mir!

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5 Kommentare

  1. Hallo Anto,

    ja die Gedanken kenne ich leider auch, die Leute die so viel in sich reinstopfen können wie sie wollen beneide ich…. Ich habe durch die HI schon gelernt ein bisschen umzudenken und finde es nicht schlimm auf einiges zu verzichten. Wenn ich wirklich Lust habe esse ich dann schonmal auch sündig und dann bereue ich es auch nicht 😉 Nur muss ich immer aufpassen dass ich nicht zu oft sündige aber meistens klappt das ganz gut 🙂
    Der Artikel enthält sehr viel wahres ich freue mich schon auf die anderen 🙂

    Liebe Grüße

    Pia

    1. Ja, auf dem ersten Blick ist das alles sehr unfair. Aber solange Du weißt, wofür Du das alles machst, wird es für dich kein Problem mehr sein, dich so zu ernähren, wie es gut für dich ist. Ich freue mich, dass dir der Artikel gefällt 🙂

      Liebe Grüße, Antonela

  2. Hi Julia, du glaubst gar nicht, wie sehr mir dein Beitrag gefallen hat. Ich bin auch ein Mensch, der sich sehr viel gesunder Ernährung und Fitness befasst und habe genau deine o.g. Denkensweisen gehabt. Dieses Beneiden, wenn jemand vorbeigeht, der schlanker ist und alles in sich reinstopfen kann und ohne Mühe den „Traumkörper“ hat und das gesunde Ernährung uns gleich „schlank“ macht. Mittlerweile teile ich deine Meinung, dieses Denken ist im Grunde krank. Und keiner befasst sich eigentlich damit, was wirklich GESUND ist. Ich „beneide“ Menschen, die auf ihre Gesundheit treten und lieber das Leben „genießen“. Aber eigentlich kann das langfristig gesehen gar nicht das sein, was diese Menschen weiterbringt. Gesund beginnt im Kopf und schlank irgendwie auch. Es ist heutzutage wirklich wichtiger zu wissen, WAS unser Körper braucht und WAS wir ihm geben können. Wir leben nur einmal und zwar einmal in DIESEM Körper, also muss es ihm auch gut gehen. Wir wollen immer die beste Kleidung tragen, damit wir gut aussehen, aber dann sollten wir das auch auf’s Essen beziehen. Und einmal zu „cheaten“ ist doch auch kein Ding. Dem nachzugeben, wenn uns mal Gelüste überfallen, ist das Beste, was wir tun können. „Versuchungen sollte man nachgeben, wer weiß, wann sie wiederkommen“ fällt mir dazu sein. Deshalb wirft man ja nicht gleich sein ganzes Leben auf den Kopf. Ich finde deine Einstellung gut, bleib dabei und sei dir treu. 🙂
    Liebe Grüße, Kathi

    1. Hallo Kathi,
      und Du glaubst nicht, wie sehr ich mich über deinen Kommentar freue <3

      Kein Ding, ich habe es selbst nicht so mit Namen 😀 Aber wie Du von Antonela auf Julia kommst.. 😀

      Egal.

      Im Grunde beginnt alles im Kopf. Zumindest alles, was wir beeinflussen können.
      Wer seine Zeit damit verbringt, darüber "zu heulen", was nicht gegessen werden "darf", anstatt was man damit für seinen Körper tut, wird immer unter ständigen Kontrollzwängen und Niederlagen leben.

      Ich habe früher selber diese, eigentlich schon selbstzerstörerischen, Gedanken gehabt. Solche Gedanken halten dich davon ab, jemals dein Ziel zu erreichen, weil sie dich oft in eine Opferrolle versetzen. Du denkst dir, dass "Du sowieso nichts tun kannst, denn egal, was Du tust, Du wirst nie so "gesegnet" sein, wie die, die einfach so schlank sind." "Du wirst immer "Entbehrungen" haben auf deinem Weg zu gesunden, schlanken Ich." Du konzentrierst dich im Endeffekt auf das, was Du verzichten musst, anstatt auf das, was Du am Ende (bzw dein Leben lang) haben wirst.

      Jetzt weiß ich, dass das vollkommener Blödsinn ist. Und das diese "Entbehrungen" eigentlich die sind, die darüber entscheiden, ob wir gesund und fit sind oder eben krank werden.

      Ich werde diese Einstellung nicht mehr so schnell hergeben 😉 Du hoffentlich auch nicht.

      Ganz Liebe Grüße, Antonela

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