Essen ist für den Magen, nicht für die Seele

Copyright Titelbild: Instinktknipser  / pixelio.de

 

Heute geht es darum, herauszufinden, wieso sich einige mit Essen belohnen, beziehungsweise allgemein versuchen, damit ihre Stimmung zu heben.

Erst einmal wollen wir schauen, woher diese Gewohnheit kommt. Viele verbinden mit dem Thema Essen nicht nur die Sättigung, sondern viel mehr positive Gefühle: das Sonntagsessen mit der Familie, das Abendessen mit dem Partner, die Kochsessions mit den Freunden. Es ist also logisch, dass Essen dazu beiträgt, unsere Stimmung zu heben.

Diverse Glückshormone, wie Serotonin und Dopamin, werden dabei vom Gehirn ausgesendet. Aber diese verschwinden meist wieder schnell und Du brauchst „Nachschub“. 

Serotonin beeinflusst unter anderem unseren Gemütszustand. Damit es hergestellt werden kann, muss dem Körper eine Aminosäure zugeführt werden, die Tryptophan heißt und essentiell ist. Das bedeutet, das Tryptophan nicht vom Körper hergestellt werden kann, sondern durch Nahrung zugeführt werden muss. Dieses steckt in vielen kohlenhydratreichen Lebensmitteln, wie zum Beispiel unserer Schokolade. Nur braucht es sehr große Mengen, um genügend Serotonin herzustellen. Das ist der Grund, wieso dir ein Stückchen nicht reicht.

Dopamin wird aus der Aminosäure Tyrosin hergestellt, welches unser Belohnungssystem aktiviert und nachweislich unsere Motivation steigert. Das kann stimulierend aber eben auch suchterzeugend wirken. Da Tyrosin eine nicht-essentielle Aminosäure ist, kann es im Körper aus einer anderen Aminosäure (Phenylalanin) gebildet werden. Dieses kann der Körper aus Lebensmitteln, wie Milchprodukten und Nüssen, gewinnen.

Um dich also besser zu fühlen oder zu belohnen, nimmst du Lebensmittel zu dir, aus die der Körper die entsprechenden Aminosäuren gewinnen kann. Diese Verhaltensweisen lassen dich dann aber zunehmen, weswegen Du dann frustriert bist. Irgendwann steckst Du in einem Teufelskreis. Das schlimmste dabei ist, dass es nicht die Gründe, sondern nur die Symptome bekämpft. Beziehungsweise werden sie eher abgemildert. Das wäre so, als ob Du Kopfschmerzen hast, weil Du zu wenig getrunken hast, und dann eine Tablette nimmst.

Ich möchte dir hierzu folgendes mitgeben: Setz/Leg dich hin und denke einmal darüber nach, wieso Du das Gefühl hast, dass du Essen benötigst, um dich zu belohnen beziehungsweise allgemein besser zu fühlen. Hast Du das bei deinen Eltern/Verwandten/Freuden beobachtet und dieses Verhalten übernommen? Sind es irgendwelche Glaubenssätze, die dich dazu treiben zu essen, weil Du nicht gelernt hast, anders damit umzugehen? Je konkreter Du dir über die Gründe klar wirst, umso eher und schneller kannst Du etwas ändern.

Daneben kann ich dir folgenden Tipp geben: So wie deine schlechten Glaubenssätze in deinen Kopf hineingeraten sind, so können auch verändernde hinein. Zum Beispiel kann dort, wo Du meistens zum Essen greifst, dieser o.ä. Sprüche dranstehen:

 

„Essen ist für den Magen, nicht für die Seele“

 

Das erinnert dich dann immer daran. Wenn es dir unangenehm ist, ihn an deinen (Kühl-)schrank zu hängen, wo ihn andere sehen können, kannst Du ihn natürlich genauso gut in deinem Zimmer aufhängen, wo du ihn vor Augen hast. Am besten klappt das aber, wenn Du dir jeden Tag etwas Zeit nimmst und den Spruch immer wieder vor dir hersagst. Irgendwann glaubt es dir dein Verstand und dann lebst Du es auch!

 

Deine Antonela

 

Wenn Du mir von deinen Erfahrungen erzählen möchtest, kannst Du jederzeit einen Kommentar da lassen oder mir schreiben!

Du kannst mir auch gerne auf Facebook folgen 😉 Und wenn Du gerade sowieso dabei bist, teile meinen Beitrag mit deinen Freunden, wenn er dir gefällt!

Vielleicht interessiert dich auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.