Warum deine Erziehung dich dicker macht als deine Genetik

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Copyright Titelbild: Death to the Stock

 

Schön, dich wiederzusehen!

 

Hier möchte ich dir erzählen, warum deine Erziehung dich dicker macht als deine Genetik und was wirklich zu beachten ist.

Hast Du dich schon oft gefragt, ob es überhaupt Sinn macht zu versuchen abzunehmen? Denn bei dir in der Familie schafft es keiner, somit ist es vermutlich genetisch bedingt…

Lass mich dir die Frage beantworten: Ja, es macht Sinn. Zwar hat die Genetik einen sehr großen Einfluss (ca. 60%) über unsere Tendenz schnell oder langsam zuzunehmen, genauso abzunehmen. Aber Du merkst bereits, ich sage die Tendenz und nicht das Schicksal.

 

Warum ich glaube, dass deine Erziehung dich dicker macht als deine Genetik…

Als Kind war ich auch eher rundlich. Überall in meiner Klasse waren viele schlanke Mädchen. Ich gehörte ganz und gar nicht dazu. Als Entschuldigung, um nicht meine anerzogenen Ernährungsfehler zugeben zu müssen, wurde mir bis ins Teenager-Alter gesagt: „Ich sei einfach so. Das wäre genetisch bedingt.“

Darauf beruhen lassen wollte ich es aber nie. Als Teenager versuchte ich immer wieder schlank zu sein, aber hatte nie langfristig Erfolg. Immer hatte ich nur kurzfristige Ziele und sah nie das große Ganze.

 

„Ob sie alle doch recht hatten?“

 

Du ahnst was jetzt kommt: Geschafft langfristig abzunehmen habe ich dann, als ich erkannt hatte, dass der Fehler in meiner ganzen Ernährung und Bewegung lag. Als ich also anfing, meine Ernährung nach und nach umzustellen und ich mich regelmäßig bewegt hatte, wann immer ich konnte, wurde ich schlank. Und das gesund und nachhaltig.

Wie Du oben außerdem siehst, ein schneller Stoffwechsel wurde mir in der Genetik-Lotterie auch nicht zuteil.

Das bringt mich zu dem Glauben, dass wenn deine Schwierigkeiten bisher abzunehmen „nur“ an der Genetik liegen, dann kannst Du es auch schaffen!

 

Was aber tatsächlich zu beobachten ist

 

Bei aller Motivation, deinen Figurplan in die eigene Hand zu nehmen, es gibt trotzdem genetisch veranlagte Dinge, über die wir keinen Einfluss haben. Und zwar sind es die Stellen am Körper, die stark oder weniger stark von einer Gewichtszunahme betroffen sind. Wenn deine Eltern breite Schenkel haben, werden deine vermutlich auch ähnlich breit sein, genauso wenn deine Mutter zum Beispiel durch die Apfelfigur kaum eine Taille hat. Diese Körperzonen werden besonders hartnäckig sein. Bzw. lässt sich dein Grunderscheinungsbild gar nicht verändern. Das musst Du aber auch nicht! Du kannst trotzdem auf deine Art und Weise deinen Körper formen!

Ich zum Beispiel, habe keinerlei Probleme meinen Bauch/ Taille schlank zu halten bzw. habe ich da am schnellsten abgenommen. Meine Schenkel aber sind vom Grundaufbau trotzdem ähnlich geblieben. Ich könnte jetzt heulen und sagen, „bringt sowieso nichts“. Oder ich fange an, sie zu formen, indem ich so oft es geht zu Fuß gehe oder durch Sport Muskeln aufbaue, um ihr Erscheinungsbild zu straffen.

Genauso kannst Du es auch mit deinem Bauch handhaben, mit deinen Armen oder was Du als hartnäckigste Baustelle ansiehst.

 

Das sagt die Wissenschaft

 

Eine Mutation in einem Gen (MC4R) sorgt dafür, dass wir mehr Appetit haben und weniger Kalorien verbrauchen. Klingt jetzt erst einmal echt blöd, denn was sollst Du da auch machen?

Ein Lösungsvorschlag wäre jetzt, deinen Appetit durch gesunde Snacks zu beseitigen, oder zum Beispiel durch verschiedene Düfte „weg zu schnuppern“. Die Stoffe in einigen Düften (Flieder, Vanille, Orange, Zitrone…) wirken auf den Hypothalamus im Gehirn, welcher die Hormonausschüttung steuert. Das führt dazu, dass Du weniger Appetit verspürst.

Was auch sehr hilft, ist dir eine Beschäftigung zu suchen, die dich von deinem Appetit ablenkt. Egal ob es lesen, spielen oder am besten natürlich Bewegung ist. Wo es immer etwas zu tun gibt, ist dein Haushalt und zusätzlich verbrauchst Du nebenher auch Energie. Eine Win-Win-Situation also 😉

Apropos Bewegung: leider muss ich dir auch sagen, dass Du dich bei so einer Mutation in deinen Genen auch etwas mehr bewegen musst, um abzunehmen bzw. schlank zu bleiben. Da Du hier aber auch nicht von 0 auf 100 starten solltest, da dies zum Scheitern verurteil wäre, möchte ich dir den Rat geben, den ich bereits in meinem letzten Artikel erwähnt habe, nämlich erst einmal auf Gewohnheit als auf Intensität/Effekt zu setzen. Und zwar, dass Du anfangs, wenn auch sehr wenig aber dafür regelmäßig Bewegungen in deinen Alltag integrierst. Wähle am Besten immer dieselbe Uhrzeit (bei mir ist es kurz nach dem Aufstehen, weil ich da weniger Ausreden habe) damit Du dich daran gewöhnst. Oder Abends vorm Fernsehen, während einer Werbepause. Fang ruhig klein an, auch wenn es nur 10 Minuten sind. Nachher kannst Du dich immer noch steigern.

 

Aus evolutionärer Sicht bist Du sogar im Vorteil….

 

Du denkst dir, dass deine Veranlagung eine Strafe der Natur ist? Ursprünglich gesehen ist diese Veranlagung wie ein 6er im Lotto!  Vor Urzeiten, als es nicht regelmäßig Essen gab, die Menschen aber trotzdem über die Runden kommen mussten, den Winter überdauern und wir Frauen Kinder gebären/ernähren mussten, hättest Du mit einem sehr schnellen Stoffwechsel nicht lange überlebt. Es war also überlebensnotwendig Fettdepots aufzubauen, die schwer zu knacken waren, damit sie uns Wärme und Energie spenden konnten in schlechten Zeiten. Und einen langsamen Stoffwechsel, der dafür sorgt, dass uns unser Polster lange erhalten bleibt.

Heute ist es aber nicht mehr notwendig, denn bei Hunger hast Du immer einen Supermarkt/Bäcker/Imbiss und natürlich den Kühlschrank in der Nähe. Nachdem früher Tagelang gehungert wurde, „hungerst“ Du heute lediglich einige Stunden. Aus praktischer Sicht ist es also nicht mehr notwendig, den Körper so aufwendig auszustatten. Leider ist unser Körper da aber etwas langsam und glaubt noch immer, wir müssten beschützt/ gewärmt werden. Das ist übrigens auch der Grund, warum magersüchtige Personen eine üppigere Körperbehaarung haben: Der Körper muss einen anderen Weg finden, sich selber warm zu halten.

 

Wie nutzt Du diese Informationen nun für dich?

 

Du musst jetzt erst einmal alles verarbeiten, oder? Kann ich sehr gut verstehen! Nachdem Du dich jahrelang als Opfer der Natur gesehen hast, lernst Du, dass es in gewisser Hinsicht nur eine Ausrede von denen war, die nicht zugeben wollten, dass sie selber schuld sind. Vielleicht sogar von dir selber.

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Wenn Du erstmal akzeptiert hast, dass es in deinen Händen liegt, welches Gewicht Du mit dir herumträgst, hast Du viel geschafft!

Du wirst anfangs vermutlich Schwierigkeiten haben, zu erkennen, was Du falsch machst. Deswegen mein Tipp an dich:

Schreibe mindestens einen Monat lang Tagebuch. Aber nicht um deine Kalorien zu zählen, sondern wann und vor allem warum Du etwas isst, ebenso wie Du dich davor und danach gefühlt hast und auch, ob irgendwelche anderen Dinge passiert sind. Genauso kannst Du es machen, wenn Du sofort mit deinen Bewegungseinheiten beginnst: Schreibe auf, wie es dir davor ging und wie danach.

Und bevor Du dich das fragst, beantworte ich dir die Frage sofort: Nein, es reicht nicht, es dir einfach zu denken. Wenn Du es aufschreibst, hast Du es dokumentiert, oder kannst Du dich an alles erinnern was Du letzten Monat warum und wann gegessen hast? 😉 Eben! Außerdem kannst Du bei deinen Bewegungseinheiten immer wieder nachlesen, warum Du dich jeden Tag dazu motivierst! Denn stärker als rationale Gründe, sind die Gefühle, die Du dabei hattest.

Wenn Du das gemacht hast, kannst Du anfangen zu schauen, ob Du Muster erkennst. Sei es auch, dass Du einfach jeden Tag um 15:30 Schokolade brauchst! Du musst kein psychologisches Profil von dir erstellen, damit Du was von dem Tagebuch hast. Aber einmal bemerkt, kannst Du eher etwas dagegen tun! Es kann auch eine einfache Gewohnheit sein, die dir auffällt, aber auch das ist schon viel.

 

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